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Was ist der Unterschied zwischen potamodromen und diadromen Arten?

Im Zusammenhang mit dem Fischschutz und der Notwendigkeit zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit eines Fließgewässers tauchen immer wieder die Begriffe potamodrome und diadrome Arten auf. Beide Begriffe beziehen sich auf sogenannte Wanderfische, die im Gegensatz zu stationären Arten zwischen verschiedenen Lebensräumen wandern. Dennoch gibt es einen großen Unterschied hinsichtlich ihrer Wanderungen.

Potamodrome Arten beschränken ihre Wanderungen, unabhängig von der Länge der Wanderung, ausschließlich auf das Süßwasser. Zu ihren Vertretern zählen beispielsweise Bachforelle, Äsche, Barbe und Bachneunauge. Grundsätzlich zählen alle in NRW heimischen Fische, die nicht zu den diadromen Arten gehören, zu den potamodromen Arten.

Bei den diadromen Arten unterscheidet man weiterhin zwischen anadromen und katadromen Arten.

Anadrome Arten leben im Meer und schwimmen zum Laichen in die Flüsse ein. Bei manchen Arten kommt es nach dem Laichvorgang zum Massensterben, andere kehren wieder ins Meer zurück. Als Jungtiere machen sich die anadromen Arten auf den Weg ins Meer, wo sie zu laichbereiten Fischen heranwachsen, ehe sie zum Laichen wieder in die Flüsse aufsteigen. Die bekanntesten Vertreter dieser Art sind Lachs und Meerforelle.

Katadrome Arten verhalten sich im Vergleich zu den anadromen Arten genau umgekehrt. Sie leben eigentlich im Süßwasser, schwimmen aber als ausgewachsene Tiere vom Fluss ins Meer um dort zu laichen und verenden anschließend. Die Jungtiere wandern über die Mündungen bis in die Oberläufe der Flüsse zurück. Als ausgewachsene Tiere kehren sie dann wieder ins Meer zurück. Die einzige derzeit bekannte katadrome Art ist der Aal.

Der große Unterschied zwischen potamodromen und diadromen Arten ist, dass diadrome Arten zwingend auf den Wechsel zwischen Süß- und Salzwasser angewiesen sind, um ihre Population zu erhalten.

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