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Fragen & Antworten

Was bedeutet Mindestwassermenge bzw. Restwassermenge?

Wird Wasser aufgestaut oder zu großen Mengen aus dem Gewässer entnommen, hat dies großen Einfluss auf die Gewässereigenschaften. Es entstehen Staubereiche und strömungsberuhigte Abschnitte, die die ökologische Durchgängigkeit des Gewässers beeinträchtigen. Ganze Gewässerabschnitte können durch die geänderte Abflusssituation trockenfallen und den Lebensraum von Flora und Fauna gefährden.

Um diesem Effekt entgegenzuwirken und den Fließgewässercharakter aufrechtzuerhalten ist daher an Stauanlagen die Abgabe einer Mindestwassermenge erforderlich. Diese Wassermenge verbleibt im Mutterbett und steht somit in den meisten Fällen nicht zur Stromerzeugung bzw. sonstigen Wassernutzung zur Verfügung. Sofern es technisch möglich ist, kann die Mindestwasserabgabe mit der Bereitstellung von Abflüssen für Fischwanderwege kombiniert werden oder auch durch Restwasserturbinen oder -schnecken energetisch genutzt werden.

Das Abführen der Mindestwassermenge ist gesetzlich in § 33 des Wasserhaushaltsgesetzes festgeschrieben. Die erforderliche Abflussmenge richtet sich nach der Größe des Einzugsgebiets. Als Orientierung nennt das Handbuch Querbauwerke für Einzugsgebiete von 20 bis 50 m² einen Wert von 0,5 MNQ (Mittleres Niedrigwasser) und für größere Einzugsgebiete einen Wert von 0,33 MNQ.

Die Abgabe einer Mindestwassermenge spielt vor allem an Ausleitungskraftwerken eine große Rolle. Aber auch Anlagen zur Trinkwasserversorgung, Entnahmen zur Bewässerung oder zu Kühlzwecken sind von dieser Regelung betroffen.

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