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Fragen & Antworten

Was bedeutet „guter ökologischer Zustand“ bzw. „gutes ökologisches Potenzial“ eines Gewässers?

Mit Einführung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EU-WRRL) wurde auf EU-Ebene im Jahr 2000 ein Verschlechterungsverbot der Gewässerzustände in den Mitgliedsländern festgesetzt. Ziel soll es sein, die Gewässer bis zum Jahr 2027 in einen guten Zustand zu überführen.

Im Allgemeinen definiert die EU-WRRL den Zustand eines Oberflächengewässers als gut, wenn nur geringe Abweichungen von einem Zustand vorliegen, der ohne störende menschliche Einflüsse bestehen würde. Zur Bewertung des Zustands werden biologische, hydromorphologische und chemische Qualitätskomponenten herangezogen. Dazu gehören unter anderem die Fischfauna und die Durchgängigkeit des Gewässers.

Eine Vielzahl von Gewässern, die weit von einem natürlichen Zustand entfernt sind, werden als künstliche oder erheblich veränderte Gewässer eingestuft. Da die Erreichung eines guten ökologischen Zustands in diesen Fällen nicht realisierbar ist, wird für diese Gewässer die Erreichung eines guten ökologischen Potentials angestrebt. Dazu dürfen die Qualitätskomponenten nur geringfügig vom höchsten ökologischen Potential abweichen, bei dem Bedingungen vorliegen, die so gut wie möglich einem vergleichbaren Oberflächengewässertyp entsprechen. Die vorliegenden Bedingungen müssen die Funktionsfähigkeit des Ökosystems sicherstellen.

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