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Fragen & Antworten

Rückbau und Recycling

Absatz 5., erster Satz.  Zitat: „Die Umweltauswirkung bei einem Verbleiben des Fundaments im Boden können kaum pauschalisiert werden.“  Zitat Ende.

Wie hoch ist der Anteil der abbaupflichtigen Anlagen, wo das Fundament im Boden verbleibt.

Recyceln: Wie mir bekannt ist lassen sich die Rotorblätter, da sie aus verschiedenen Materialien zusammen gefügt sind, nicht recyceln.

Flachfundamente sind angezeigt, aber Tieffundamente sind gar nicht, dargestellt.

 

Rückbau (Fundamente)

Nach der Stilllegung einer Windenergieanlage sind die Betreiber zu einem geordneten Rückbau und einer fachgerechten Entsorgung der Komponenten baurechtlich verpflichtet. Abhängig davon, ob die Anlage tief oder flach gegründet wurde (Abhängig vom Standort) und je nach Beschaffenheit des Bodens, variieren der Umfang der Bodenarbeiten und ihre Ausführung stark.

Auf Grundlage des § 35 Abs. 5 Baugesetzbuch sowie des aktuell gültigen nordrhein-westfälischen Windenergieerlasses von 2018 wird ein Betreiber einer sich im Außenbereich befindlichen Windenergieanlage (WEA) dazu verpflichtet, eine Rückbauverpflichtungserklärung im Rahmen des Genehmigungsverfahrens einzureichen. Diese Erklärung verpflichtet dazu, die Anlage nach ihrer dauerhaften Aufgabe (spätestens mit Erlöschen der Genehmigung drei Jahre nach dem letzten Betrieb) zurückzubauen. Der Rückbau umfasst explizit das Fundament, die Zuwegungen und alle weiteren Bodenversiegelungen.

Am Ende des Rückbaus in der Nachbereitungsphase wird von einem den Abriss begleitenden Fachgutachter, in Zusammenarbeit mit dem Abrissunternehmen, ein Abschlussgutachten erstellt. Das Abschlussgutachten, auch Abschlussdokumentation genannt, enthält eine Darstellung der Rückbau- und Entsorgungsarbeiten inklusive aller Belege. Es wird den Behörden – zumeist im Bereich Gewässerschutz und Abfall – vorgelegt. Sie überprüfen die Dokumentation und die eingereichten Nachweise.

Auf Grund der Rückbaupflicht des gesamten Fundaments sollten daher in NRW keine Fundamente im Boden verbleiben.

Mit dem Rückbau, speziell der Fundamente, befasst sich ausführlich dieser Fachbeitrag.

Wiederverwendung und Recycling von Altanlagen

Wenn das technische Lebensende der Windenergieanlage noch nicht erreicht ist, kann die Anlage unter anderem auf dem internationalen Zweitmarkt verkauft und im Ausland rentabel weiterbetrieben werden.

Ist ein Verkauf nicht möglich, wird die Anlage nach ihrer Stilllegung demontiert. Die Komponenten werden systematisch zerlegt und die Materialien voneinander getrennt sortiert. Einige Komponenten können wiederverwendet werden, wie zum Beispiel die Stellantriebe, Getriebe, Generatoren oder Schaltschränke können als Ersatzteile verkauft werden. Das Kupfer aus den Generatoren, den Kabeln und Platinen kann vollständig eingeschmolzen und zu neuen Kabeln oder anderen Kupferprodukten verarbeitet werden. Die Rotorblätter werden zerkleinert und können mit Abfallstoffen aus der Papierindustrie zu Ersatzbrennstoff für die Zementindustrie verarbeitet werden.

Ausführliche Informationen können Sie unter folgendem Link abrufen.

Weitere vertiefende Informationen zum Thema Recycling der Rotoren sind in folgendem Beitrag dargestellt sowie ausführlich in der Broschüre Brechen & Sieben der Fachagentur Windenergie an Land.

In den FAQs sind folgende Fragen bereits beantwortet:

Können alte Anlagenteile recycelt werden?

Sind im Genehmigungsverfahren für Windparkanlagen zwingend Rückbaubürgschaften vorgesehen?

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