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Fragen & Antworten

Kann ich die ganze Fläche meiner Doppelhaushälfte mit Solarzellen belegen oder muss ein Mindestabstand zur Brandmauer (Nachbardach) beachtet werden?

Photovoltaikanlagen, die auf bestehenden Gebäuden errichtet werden sollen, fallen unter die Anforderungen des §32 Abs. 5 BauO NRW. Dies bedeutet, dass Abstände zu Nachbargebäuden/zum Nachbarn von 1,25 m eingehalten werden müssen.

Für Photovoltaikanlagen, deren Außenseiten und Unterkonstruktionen aus nicht brennbaren Baustoffen bestehen, wie zum Beispiel Glas, gilt laut §32 Abs. 5 BauO NRW der reduzierte Abstand von 0,5 m.

Welche Photovoltaik-Module darunter fallen, wurde in folgender Frage ausführlich diskutiert.

2 Antworten zu “Kann ich die ganze Fläche meiner Doppelhaushälfte mit Solarzellen belegen oder muss ein Mindestabstand zur Brandmauer (Nachbardach) beachtet werden?”

  1. Peter Lustig sagt:

    Gilt hier nicht Paragraph 6 Abs. 7 BauO NRW und müssen danach nicht 2,5 m Abstand zum Nachbarn eingehalten werden?

    • EnergieAgentur.NRW sagt:

      Photovoltaikanlagen, die auf bestehenden Gebäuden errichtet werden sollen (hier ging es ursprünglich um Dachflächen von Doppelhaushälften), fallen unter die Anforderungen des §32 Abs. 5 BauO NRW. Dies bedeutet, dass bei einer „neuen“ Photovoltaikanlage ein Abstand von 1,25 m oder ein reduzierter Abstand von 0,5m zum Nachbargebäude/zum Nachbarn eingehalten werden muss.

      In § 6 Abs. 7 BauO NRW geht es um die Bemessung von Abstandsflächen zwischen Gebäuden. Laut § 6 Abs. 5 BauO NRW beträgt die Tiefe der Abstandsflächen in der Regel 0,4 H, mindestens 3 m.
      Nach § 6 Abs. 7 Bauo NRW bleiben bei der Bemessung der Abstandsflächen Maßnahmen zum Zwecke der Energieeinsparung und Solaranlagen an bestehenden Gebäuden außer Betracht, wenn sie 1. eine Stärke von nicht mehr als 0,25 m aufweisen und 2. mindestens 2,50 m von der Nachbargrenze zurückbleiben.

      Eine Folgerung, dass bei einer Doppelhaushälfte ein Mindestabstand der Solaranlage auf dem Dach zur Nachbargrenze von 2,5 m eingehalten werden muss, lässt sich daraus jedoch nicht schließen.

      Gerne geben wir Ihnen eine Einschätzung zu fachlichen Fragen. Eine Rechtsberatung führt die EnergieAgentur.NRW jedoch nicht durch.
      Die individuelle Beratung von Endkunden und die Beantwortung damit verbundener Fragen fällt dementsprechend in den Tätigkeitsbereich der Verbraucherzentrale.
      Auch das Bauamt der jeweiligen Stadt/ Gemeinde ist ein guter Ansprechpartner für solche individuellen Fragen.

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