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Zwischenstand 2020: Anteil der Erneuerbaren am Strommix steigt weiter an

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Die Photovoltaik profitierte vom sonnigen Wetter im Frühjahr © blickpixel/Pixabay

| EnergieAgentur.NRW |

Erneuerbare Energien liefern dieses Jahr erstmals 50 Prozent des deutschen Stroms. Grund dafür sind gesellschaftliche Entwicklungen und die Wetterverhältnisse. Diese wirken sich unterschiedlich auf die Nutzung einzelner erneuerbarer Energieträger aus.

Die Erneuerbaren Energien erreichten in der ersten Jahreshälfte 2020 einen Anteil von 50 Prozent am Strommix in Deutschland. Dies geht aus Daten hervor, die die Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat) ermittelt hat. Demnach wurden hierzulande in diesem Jahr bereits 138 Terawattstunden (TWh) Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen. Nachdem ihr Anteil am Strommix im Vorjahreszeitraum noch bei rund 44 Prozent lag, konnten die Erneuerbaren Energien ihre Position damit weiter ausbauen. Laut Umweltbundesamt liege eine Ursache für den gestiegenen Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Bruttostromverbrauch auch darin, dass der Stromverbrauch durch die Corona-Pandemie insgesamt zurückgegangen ist.

Größter Anteil aus Windenergie
Mit über 73 TWh Strom erzeugten Windenergieanlagen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 2020 über die Hälfte des gesamten Stroms aus Erneuerbaren Energien. Dies entspricht einem Anstieg von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Windenergieanlagen an Land trugen 59 TWh zur Stromversorgung bei, während 14 TWh Strom aus Windenergieanlagen auf See stammten. Die Windenergie an Land habe dabei vom ungewöhnlich windreichen Februar profitiert. Insgesamt sei die Windenergie damit laut Umweltbundesamt auch in diesem Zeitraum mit Abstand der wichtigste Energieträger im deutschen Strommix, noch vor Kohle, Erdgas, Kernenergie sowie allen übrigen Erneuerbaren Energien.

Photovoltaik profitiert vom Wetter
Photovoltaikanlagen produzierten 28 TWh Strom. Dies sind im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 drei TWh mehr. Die gestiegene Strommenge führt das Umweltbundesamt auf den kräftigen Zubau neuer Photovoltaikanlagen im vergangenen Jahr sowie auf das anhaltend sonnige Wetter, insbesondere im April und Mai, zurück.

Aus Biomasse und biogenem Abfall wurde im ersten Halbjahr 2020 eine Strommenge von fast 26 TWh gewonnen. Wasserkraftanlagen lieferten mit 11 TWh ungefähr so viel Strom wie im Vorjahr. Weiterhin nur marginal trägt die Geothermie mit etwa 0,1 TWh zur Stromversorgung bei.

Quelle: Umweltbundesamt