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So geht kontaktlose Beteiligung in Pandemie-Zeiten: Digitale und analoge Methoden von A-Z

Augmented und Virtual Reality-Anwendungen eignen sich zur kontaktlosen Bürgerbeteiligung. © Pexels/Pixabay

| Kira Crome |

Bürgerversammlungen und Informationsveranstaltungen sind derzeit nicht möglich. In Zeiten von Abstandsregeln und Veranstaltungsverboten sind kontaktlose Angebote zur informellen Öffentlichkeitsbeteiligung zu Planungsverfahren gefragt. Welche digitalen und analogen Methoden sich dafür eignen und wie sie funktionieren, listet eine neue Handreichung der Stadt Berlin auf.

Die Öffentlichkeitsbeteiligung lebt vom Dialog und vom gegenseitigen Austausch. Viele bewährte Partizipationsformate und Beteiligungsmethoden können derzeit allerdings nicht stattfinden. Wie kann Beteiligung in Zeiten von Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen dennoch gelingen? Hilfestellung bietet die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen der Stadt Berlin. Sie hat eine Handreichung zur kontaktlosen Bürgerbeteiligung in Pandemie-Zeiten veröffentlicht. Sie stellt Planerinnen und Planern verschiedene Möglichkeiten vor, wie das persönliche Zusammentreffen in größeren Gruppen ersetzt werden kann. Die Sammlung zeigt: Auf Interaktion und Austausch muss nicht gänzlich verzichtet werden. Mithilfe von digitalen und analogen Methoden kann auch in der Pandemie eine vielfältige Beteiligungskultur entstehen – kontaktlos.

Neu ist der Gedanke, digitale Partizipationsangebote in der Bürgerbeteiligung zu nutzen, im Grunde nicht. In den letzten Jahren sind klassische Präsenzangebot zunehmend mit neuen digitalen Formaten ergänzt worden. Insbesondere um solche Zielgruppen anzusprechen, die neuen Kommunikationskanälen besonders aufgeschlossen sind und mit klassischen Methoden schwer zu erreichen waren. Inzwischen machen Smartphone, Tablet und Computer vieles möglich, was das persönliche Vor-Ort-Sein ersetzt. Die Sammlung listet und erklärt 17 digitale Methoden von der Augmented und Virtual Reality zur Visualisierung von Planungsvorhaben, über Online-Foren und Messenger-Gruppen bis zu Planspielen und webbasierten Möglichkeiten des kollaborativen Arbeitens.

So naheliegend die Verlagerung ins Digitale auch scheint – die alleinige Lösung zur kontaktlosen Beteiligung ist das nicht. Gefragt sind immer noch Angebote, die ohne internetfähige Endgeräte auskommen und gerade deshalb solche Personengruppen ansprechen, die für die Nutzung von Online-Formaten nicht so aufgeschlossen sind. Die Sammlung stellt acht analoge Methoden vor, die es auch abseits des Internets ermöglichen, Menschen ohne das persönliche Zusammentreffen in geschlossenen Räumen zu beteiligen. Die Ideen reichen vom Bürgertelefon über Handzettelaktionen und verschiedenen Formaten per Post bis zu Veranstaltungen im Freien wie Geh-Gespräche und Stadtspaziergänge.

Jede Methode wird in einem Steckbrief vorgestellt. Es wird kurz erklärt, für wen und welchen Zweck sie sich eignet, was für die Umsetzung gebraucht wird und welche Herausforderungen bedacht werden müssen. Praktische Beispiele geben Anregungen und Ideen.

Weiterführende Information:

Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen (2020): Partizipation und Pandemie. Handreichung zu kontaktlosen Beteiligungsmethoden