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Beiträge

Lang erwartetes Marktstammdatenregister ist nun online

© EnergieAgentur.NRW
© EnergieAgentur.NRW

| Pia Dağaşan |

Bereits im Jahr 2015 wurden die Weichen für eine Registrierungspflicht aller Erneuerbaren- Energien- Anlagen in ein zentrales Register gestellt. Fast vier Jahre später ist das Marktstammdatenregister nun online gegangen. Die Pflicht zur Registrierung besteht unabhängig von der Leistung einer Anlage und der Frage, ob ein Eigenverbrauch vorliegt oder eine Vergütung nach dem EEG in Anspruch genommen wird.

Am 31. Januar 2019 ist endlich das lange angekündigte Marktstammdatenregister online gegangen, in dem sich neben den Marktakteuren, z. B. Stromversorgern und Netzbetreibern, auch alle Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen registrieren müssen. Dadurch erhofft sich der Gesetzgeber eine lückenlose Erfassung aller Erneuerbare-Energien-Anlagen und die Abbildung des gesamten Strommarktes. Bislang gab es verschiedene Melderegister (PV-Meldeportal, Anlagenregister) und unterschiedliche Voraussetzungen für die Registrierung. Diese einzelnen Systeme wurden mit Einführung des Marktstammdatenregisters eingestellt. In dieses neue Register müssen alle Betreiber die Stammdaten ihrer Erneuerbare-Energien-Anlage eintragen – egal, ob es sich dabei um einen großen Windpark oder um eine kleine Balkon-PV-Anlage handelt, die nur dem Eigenbedarf dient. Bei Stammdaten handelt es sich um Daten, die sich nicht oder nur selten ändern, z. B. die installierte Leistung, der Standort der Anlage oder auch Kontaktdaten des Betreibers. Nicht einzutragen sind Bewegungsdaten, die sich häufig ändern, wie z. B. die Zählerstände oder Erzeugungsmengen.

Für die Registrierung besteht eine Frist von einem Monat ab Inbetriebnahme der Anlage. Anlagen, die eine Genehmigung nach Bundesrecht benötigen, sind bereits meldepflichtig, wenn sich die Anlage erst (bzw. noch) im Planungsprozess befindet. Das betrifft z. B. Windenergieanlagen, die eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz benötigen. Photovoltaikanlagen, die auf Dächern errichtet werden, sind genehmigungsfrei und müssen deswegen erst mit Inbetriebnahme gemeldet werden.

Auch Bestandsanlagen müssen registriert werden
Die Pflicht zur Registrierung in das Marktstammdatenregister betrifft nicht nur Neuanlagen, sondern auch Anlagen, die bereits in Betrieb sind (sog. Bestandsanlagen). Das gilt selbst dann, wenn sie bereits in andere Register der Bundesnetzagentur eingetragen wurden. Eine automatische Übernahme der Daten aus dem bisher genutzten Anlagenregister und dem PV-Meldeportal erfolgt aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht. Betreiber dieser Anlagen, müssen also erneut ihre Daten eintragen.

Betreiber von Bestandsanlagen, die ihre Anlage bereits in einem anderen Register registriert haben oder vor dem 1. Juli 2017 in Betrieb genommen haben, haben allerdings länger Zeit, ihre Anlage im Marktstammdatenregister zu registrieren. Die Marktstammdatenregisterverordnung sieht vor, dass sie ihre Stammdaten bis zum 31. Januar 2021 eintragen müssen.

Bei unterlassener Registrierung droht ein Bußgeld
Unterbleibt eine Eintragung der Stammdaten in das Marktstammdatenregister, bringt dies weitreichende Konsequenzen für den Betreiber mit sich, denn es entfällt nicht nur der Anspruch des Betreibers auf Auszahlung einer EEG-Vergütung, sondern es droht auch ein Bußgeld von bis zu 50.000 €. Die Frist für die rechtzeitige Registrierung sollten die Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen also nicht aus den Augen verlieren.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite des Markstammdatenregisters.