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#faktomat: Jugendprojekt entwickelt Infostories zur Energiewende

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Viele Institutionen, die sich mit gesellschaftlichen Themen rund um Klima- und Umweltschutz beschäftigen, fragen sich, wie man das Engagement junger Klimaaktivisten aufgreifen kann. © dmncwndrlch/Pixabay

| Kira Crome |

Wie schauen junge Leute auf die Energiewende? Ein Jugendbildungsprojekt bringt Blogger und Experten zusammen, um junge Erwachsene für gesellschaftliche Themen zu begeistern. Aus den gemeinsamen Workshops sind mehrere interaktive Infostories rund um die Umgestaltung des Energiesystems entstanden. Unter #faktomat wurden sie in den Sozialen Medien verbreitet und sind auf dem Blog we-like.com nachzulesen.

„100 % Erneuerbar – geht das? Um es kurz zu sagen: Ja, wahrscheinlich.“ So beginnt die erste #faktomat-Infostory zum Thema Energiewende. Nachzulesen ist sie auf dem Blog we-like.com des Dresdner Vereins Jungagiert. Entstanden ist sie in einem Jugendbildungsprojekt, das der Verein mit Kooperationspartnern organisiert. „Wir wollen junges Engagement in seiner Vielfalt zeigen und junge Menschen dazu befähigen, sich für bürgerschaftliches Engagement und gesellschaftliche Themen einzusetzen“, sagt Anna Frey vom Jungagiert-Vorstand. „Dabei arbeiten wir eng mit anderen gemeinnützigen Organisationen, jungen Aktiven und Influencern zusammen.“

Die Themen, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bearbeiten, entstehen am runden Tisch. „Peer-to-peer“ nennt Frey das Konzept. So ist auch das Thema Energiewende auf die Agenda gekommen. Den fachlichen Input liefern Experten. „Dafür suchen wir uns fachkompetente Themenpartner“, erklärt Frey. Für das Thema Energiewende standen die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) und die schleswig-holsteinische Energie- und Klimaschutzagentur (EKSH) Pate.

In drei Online-Workshops haben die Experten der beiden Institutionen Fragen der Jugendlichen beantwortet und mit Praxisbeispielen, Infomaterialien, Studien, Zahlen und Fakten unterfüttert. Die jungen Autorinnen und Autoren haben daraus Storylines entwickelt. Insgesamt vier Infostories, angereichert mit interaktiven Grafiken, sind daraus entstanden. Sie beantworten Fragen rund um den Ausbau erneuerbarer Energien: Was ist Sektorkopplung? Was haben die Menschen und Kommunen vor Ort von der Energiewende? Wie bleiben wir mobil? Veröffentlicht und verbreitet wurden die Beiträge in den Sozialen Medien.

Das Konzept von Jungagiert trifft einen Nerv, beobachtet Frey. Denn viele Institutionen, die sich mit gesellschaftlichen Themen rund um Klima- und Umweltschutz beschäftigen, fragen sich, wie man das Engagement der jungen Klimaaktivisten aufgreifen kann. „Klima ist wie Bier, warm ist es scheiße“, hatten die „Freitagskinder“ auf ihre Plakate geschrieben. „Die Generationen vor uns haben mit der Klimakrise das größte Problem unserer Zeit verursacht und momentan machen sie keine Anstalten, es zu lösen“, werfen sie der Politik vor. „Viele Institutionen sehen den Dialog- und Informationsbedarf der jungen Menschen“, sagt Frey. „Was ihnen aber fehlt, sind die richtigen Formate und Zugangskanäle, um diese Zielgruppe zu adressieren.“

Bei den Kooperationspartnern wird das Konzept von Jungagiert mit Interesse aufgenommen. Die Aktivitäten der jungen Menschen zu unterstützten, ohne sie dabei für die Sache zu instrumentalisieren, sei keine leichte Gratwanderung, sagt Robert Brandt, AEE-Geschäftsführer. „Jugendlichen Fachinformationen an die Hand zu geben, die sie selbst zu passenden Inhalten und Formaten aufbereiten, ist ein guter Weg für unsere Vermittlungsarbeit.“ In einem Vorgängerprojekt war das Stromnetz Thema. Dafür hatte unter anderem die Innogy Stiftung Pate gestanden.

Interaktive Grafiken der Infostories