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Ausbildung & Praktikum

Alle Wege führen nach Rom, wie viele Wege führen zu Deinem Energiejob? In dieser Übersicht stellen wir Dir einige Ausbildungsberufe vor, die mit den erneuerbaren Energien zu tun haben. Du bist Dir nicht sicher, welche Ausbildung die Richtige für Dich ist? Wir empfehlen Dir: Mach ein Praktikum! Auf diese Weise findest Du heraus, was zu Dir passt und was nicht. Frag dazu am besten in einem Unternehmen Deiner Wahl nach oder melde Dich bei uns.

Anlagenmechanikerin.
© highwaystarz, Fotolia
Anlagenmechanikerin.
© highwaystarz, Fotolia
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Deine Aufgaben sind absolut vielfältig, Du kümmerst Dich zum Beispiel darum, dass fließendes Wasser aus dem Hahn läuft, heißes Wasser in die Badewanne fließt und die Toilettenspülung einwandfrei funktioniert. Damit Wasser im Haus überhaupt fließen kann, erstellst Du einen Rohrverlauf und baust diese Rohre auch ein, d.h. Du sägst und feilst, schraubst und bohrst und musst vielleicht sogar eine Wand aufstemmen. Und falls im Haus später etwas nicht funktioniert, bist Du der richtige Ansprechpartner. Wichtig ist in diesem Job, dass Du stets im Team arbeitest: Zum einen mit Deinen Kollegen, aber auch mit anderen Gewerken wie Malern, Isolierern usw., damit Ihr Euch nicht gegenseitig behindert, sondern Euch unterstützt.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahren
Branchen: Metallindustrie, Unternehmen der Erdöl- und Erdgasförderung, in Gas,- Wasser-, Elektrizitätswerken und Verkehrsbetrieben, Raffinerien, Chemieindustrie


Bauzeichner.
© contrastwerkstatt, Fotolia
Bauzeichner.
© contrastwerkstatt, Fotolia
Bauzeichner

Am Anfang war es immer nur ein Entwurf. Daraus geworden ist zum Beispiel das Opernhaus in Sydney, die Golden Gate Bridge in San Francisco oder ein Offshore-Windpark in der Nordsee. In diesem Beruf lernst Du bautechnische Zeichnungen und Pläne für den Architekturbau, Ingenieurbau oder den Tief-, Straßen- und Landschaftsbau anzufertigen. Bei diesem Job ist Deine Kreativität und Konzentration gefragt, denn Skizzen und Entwürfe erstellst Du unter Berücksichtigung wichtiger Vorschriften der Werks- und Qualitätsnormen. Dabei arbeitest Du überwiegend mit speziellen Software-Programmen am PC, wobei es aber auch immer vorkommen kann, dass Du fix etwas mit dem Bleistift zeichnen sollst. Für diesen Job solltest Du vor allem in Mathe und Physik fit sein: Auf Basis fachspezifischer Berechnungen ermittelst Du, wie viel Du von welchen Baustoffen wie Holz, Metalle, Dämmstoffen etc. Du benötigst und musst auch die unterschiedlichen Eigenschaften dieser Materialien kennen und einschätzen können.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Branchen: Bauämtern, Architektur- und Ingenieuerbüros sowie Baufirmen mit eigener Planungsabteilung


Biologielaborant.
© Robert Przybysz, Fotolia
Biologielaborant.
© Robert Przybysz, Fotolia
Biologielaborant

Dein Labor ist Dein zweites Zuhause, der weiße Kittel Dein täglich´ Kleid. Klingt nach dem Beruf des Biologielaboranten, der zusammen mit Wissenschaftlern neue Wirkstoffe zur Herstellung von z.B. Medikamenten oder Pflanzenschutzmitteln erforscht und erprobt. Du arbeitest mit Mikroskopen, Reagenzgläsern und hältst mit modernen Apparaturen Zellkulturen, untersuchst Erbgut und überlegst Dir, wie man dieses verändern könnte, um Krankheiten zu bekämpfen. Ein wichtiger Teil Deiner Arbeit ist vor allem das Beobachten und das Protokollieren von Versuchsabläufen sowie die anschließende Auswertung der Ergebnisse.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Branchen: Medizinische und biologische Forschung, Angewandte Medizin, Öffentliches Gesundheitswesen, Pharma- und Kosmetikhersteller, Lebensmittelhersteller, Krankenhäuser


Brunnenbauer.
© djama, Fotolia
Brunnenbauer.
© djama, Fotolia
Brunnenbauer

Als Brunnenbauer ist es Deine Aufgabe, unterirdische Wasservorräte zu erschließen und nutzbar zu machen. Dazu führst Du in erster Linie Bohrungen durch, richtest Baustellen ein und verlegst anschließend Rohre und installierst Pumpwerke zur Beförderung des Wassers. Auch sanierst Du bereits bestehende Brunnenanlagen und baust Grundwasserabsenkungsanlagen zur Gründung von Bauwerken. Wenn Du gerne in den Bereich Geothermie einsteigen möchtest, ist der Beruf vielleicht die richtige Wahl für Dich: Denn Experten, die Bohrungen für Erdwärme durchführen können, werden auf dem Berufsmarkt händeringend gesucht. 

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Branchen: Bauunternehmen Richtung Tiefbau, Spezialtiefbau, Baustellenvorbereitung, Wasserversorgung


Dachdecker.
© goodluz, Fotolia
Dachdecker.
© goodluz, Fotolia
Dachdecker

Ein Dachdecker deckt Dächer und Wandflächen mit Dachziegeln ab. Klingt unspektakulär? Ein Dachdecker macht aber noch viel mehr, vor allem im Bereich der Erneuerbaren: Du reparierst und optimierst Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, tauscht Bauteile und technische Anlagenkomponenten aus und übernimmst die Fehleranalyse mit modernen Messgeräten, kümmerst Dich um die Instandhaltung und Wartung. Zusätzlich sorgst Du für wind- und wetterfeste Gebäude, dazu zählt auch der gesamte Bereich der Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik. Zu Deinen Aufgaben zählt auch die Wärmedämmung, die vor allem im Rahmen der Energiewende immer wichtiger wird. Zudem montierst Du auch Dachfenster, Dachrinnen und Blitzschutzanlagen. 

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Branchen: Hausbaugewerbe


Elektroanlagenmonteur.
© industrieblick, Fotolia
Elektroanlagenmonteur.
© industrieblick, Fotolia
Elektroanlagenmonteur

Du kennst Dich aus mit Generatoren, Transformatoren und Verteileranlagen und bringst stets Licht ins Dunkel. Als Elektroanlagenmonteur ist es Deine Aufgabe, alle Anlagen der Meldesicherheits-, Beleuchtungs-, Steuerungs- und Energietechnik zu befestigen und zu installieren. Du reparierst und kontrollierst zum Beispiel Zähler- und Messeinrichtungen, Schaltanlagen und elektrotechnische Einrichtungen. Im Bereich der erneuerbaren Energien kannst Du voll durchstarten, zum Beispiel im Bereich der Wind- und Solarenergie: Du führst elektrische und mechanische Arbeiten an den Anlagen durch, erkennst und beseitigst Störungen. 

Steckbrief
Ausbildungsdauer: Mittlerer Schulabschluss, 3 Jahre Ausbildung, Verkürzung auf 2 - 2,5 Jahre möglich
Branchen: Energieversorger, Elektroinstallation, Hersteller von elektrischen Bauteilen


Elektroniker. 
© industrieblick, Fotolia
Elektroniker.
© industrieblick, Fotolia
Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik

Du bist eine richtige Leuchte? Dann ist der Beruf des Elektronikers für Energie- und Gebäudetechnik wie für Dich gemacht. Du bewegst Dich ständig zwischen Plus und Minus, denn Du verlegst Kabel und Leitungskanäle und verdrahtest alles miteinander, was im Sicherungskasten zusammenläuft. Das kann sein zum Beispiel im Fall der Installation einer Überwachungs- oder einer Beleuchtungsanlage. Sind elektrische Geräte und Maschinen des Haushalts defekt, reparierst Du sie. Mit diesem Ausbildungsberuf kannst Du Dich sehen lassen in der Solarbranche. Du hilfst beispielhaft bei der Montage und Demontage von Solar- und Photovoltaikanlagen und inspizierst die Solarmodule und Wechseltrichter. Im Bereich Bioenergie werden Elektroniker gesucht, die z.B. Analysesysteme für die Messung von Gasen (Biogasen) warten, kalibrieren und inbetriebnehmen.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Branchen: Elektrotechnikerhandwerk, Facility-Management


Fassadenmonteur.
© Kadmy, Fotolia
Fassadenmonteur.
© Kadmy, Fotolia
Fassadenmonteur

Du bringst als Fassadenmonteur Wärmedämmungen an Häuser an und installierst auch Photovoltaik- und Solarthermiemodule. Zusätzlich bist Du der Ansprechpartner, wenn Fassadenverkleidungen an Häuser angebracht werden sollen, um diese vor Brand-, Schall- und Witterungseinflüssen zu schützen, oder auch, um diese zu verschönern. Schwindelfreiheit ist für die Ausübung dieses Jobs ein zwingendes Kriterium, gefolgt von körperlicher Fitness und handwerklichem Geschick. Da Du als Fassadenmonteur überwiegend draußen arbeitest, solltest Du auch wetterfest sein und Regen, Wind und Sonne nicht scheuen.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Branchen: Gassenbaubetriebe, Ausbaugewerbe, Montagebauunternehmen


Industrieelektriker.
© industrieblick, Fotolia
Industrieelektriker.
© industrieblick, Fotolia
Industrieelektriker

Du bist fasziniert von Volt, Ampere und Watt? Dann ist der Beruf des Industrieelektrikers Dein Feld. Du hast zwei Fachrichtungen zur Auswahl und kannst Dich auf einem Gebiet spezialisieren: Entweder als Industrieelektriker für Betriebstechnik oder für Geräte und Systeme. Bei ersterer Wahl prüfst und beurteilst Du hauptsächlich elektronische Systeme auf deren Sicherheit und hältst diese Instand. Entscheidest Du Dich für die Richtung Geräte und Systeme, arbeitest Du näher mit Kunden zusammen, stellst Geräte und Systeme her und nimmst diese auch in Betrieb. IT-Kenntnisse helfen Dir in dieser Fachrichtung sehr weiter, da Du häufig mit diesen konfrontiert wirst. Möchtest Du Deinen Job mit Deinem Interesse an erneuerbaren Energien verknüpfen, hast Du eine gute Wahl getroffen. Im Bereich Elektromobilität oder bei Energieversorgungsunternehmen zum Beispiel ist diese Kombination möglich.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 2 Jahre
Branchen: Metall- und Elektroindustrie, Automobilindustrie, Anlagenbau, Energieversorgungsunternehmen


Industrieisolierer.
© industrieblick, Fotolia
Industrieisolierer.
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Industrieisolierer

Du passt auf, dass Maschinen und Anlagen in Betrieben vor Wärme- und Kälteverlust geschützt sind. Aber nicht nur das, auch zählen Schallisolierung und der Lärmschutz zu Deinen Aufgabenbereichen. In Deiner Ausbildung erlernst Du das Zuschneiden von Blechen und Kunststoffteilen, das Ummanteln von Dämmungen sowie die Montage dieser Materialien. Wenn Du Deine Umwelt schützen möchtest, kannst Du Dich nach Deiner Ausbildung für den Bereich Behälter- und Maschinenisolierung spezialisieren. Denn dabei liegt es in Deiner Verantwortung, dass bei Prozessen möglichst wenig Energie verloren geht. Da der Beruf mit viel Krach verbunden ist, solltest Du auf jeden Fall nicht übermäßig geräuschempfindlich sein und mit dem Tragen von Gehörschutz kein Problem haben.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Branchen:



 
Betriebe, die kälte-, wärme-, und schalldämmende Einrichtungen für industrielle Produktionsanlagen installieren oder fertigen.
Betriebe, in denen Produktionsanlagen oder Maschinen gegen Wärme- und Kälteverluste oder Lärm isoliert werden.
Hoch- und Ausbau in den Bereichen Wärmedämmung und Schallisolierung.


Informatiker.
© kalou1927, Fotolia
Informatiker.
© kalou1927, Fotolia
Informatiker

Als Einsen und Nullen sind unsere Daten, Dokumente und Zahlen auf Servern, Festplatten und Clouds gespeichert. Und wenn diese ausfallen oder nicht korrekt funktionieren, weiß keiner weiter, außer dem IT-Experten. In einer Welt, die immer digitalisierter und unabhängiger wird, ist das der Zukunftsjob überhaupt. Als Informatiker hast Du einen spannenden Job, der Dich immer wieder neu herausfordert. Du konzipierst und testest Software, entwickelst Algorithmen, prüfst technische Voraussetzungen vor Softwareimplementierungen oder kümmerst Dich um die IT-Sicherheit in einem Unternehmen. Besonders im Bereich der erneuerbaren Energien sind Informatiker immer stärker zur Entwicklung von Mess-, Regel- und Steuerungstechnik gefragt. Zum Beispiel beim Thema Biogas: Viele kleine und dezentrale Kraftwerke müssen gestreut und an das Hauptnetz angeschlossen werden. Oder beim Thema Wind, bei der Datenübertragung in Echtzeit vom Windrad in die Steuerzentrale.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Branchen: Unternehmen nahezu aller Wirtschaftsbereiche, öffentliche Verwaltung, Behörden


Mechatroniker.
© Michael Schütze, Fotolia
Mechatroniker.
© Michael Schütze, Fotolia
Mechatroniker

Du kannst alles reparieren. Ob Waschmaschine, Solarwechselrichter oder Autopilot. In diesem technischen Beruf erlernst Du technische Pläne zu lesen und zu verstehen, Baugruppen und Komponenten zu Maschinen und Systemen zusammenzubauen und die Programmierung mechatronischer Systeme. In diesem Beruf solltest Du vor allem eines nicht sein: ungeduldig. Denn wenn etwas nicht funktioniert, musst Du den Fehler finden. Das kann schon mal eine Weile dauern und sehr erschöpfend sein. Es ist aber auch spannend und bringt schnelle Erfolgserlebnisse, wenn eine Reparatur gelingt. In diesem Beruf bist Du vielseitig einsetzbar, im Maschinen- und Anlagenbau, in der Automatisierungstechnik, im Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbau oder auch in der Informations- und Kommunikationstechnik. Es gibt viele Unternehmen aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, die Profis wie Dich suchen: Das können Unternehmen für Komponenten von Photovoltaikmodule, Solarthermiekollektoren, Generatoren für Windräder, Befestigungssysteme und viele mehr sein.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre
Branchen:

 
Maschinen- und Anlagenbau, Automatisierungstechnik, Betrieben des Fahrzeug-, Luft- oder Raumfahrzeugbaus, Informations- und Kommunikations- oder Medizintechnik sowie Ingenieurbüros, Unternehmensberatungen, Erneuerbare Energien- und Effizienzbranche


Wasserversorgungstechniker.
© fototheobald, Fotolia
Wasserversorgungstechniker.
© fototheobald, Fotolia
Wasserversorgungstechniker

Als Wasserversorgungstechniker hast Du ein abwechslungsreiches Aufgabengebiet, das klassische Schreibtischtätigkeiten und körperliche Arbeiten umfasst. Du bedienst und überwachst Maschinen und Anlagen, die Wasser fördern, aufbereiten oder weiterleiten, packst selbst mit an, wenn es darum geht, Rohre zu verlegen und Tiefbau-, Brunnen- und Rohrleitungsarbeiten durchzuführen. Ins Labor geht es, wenn Du Trinkwasserproben analysierst. Am Schreibtisch sitzt Du, um die Daten sowie Arbeits- und Betriebsabläufe zu dokumentieren und auszuwerten. Parallel dazu erhältst Du Einblicke in ökologische Kreisläufe, Umweltschutz und Hygienemaßnahmen und lernst die Anwendung von fachbezogenen Rechtsvorschriften, technischen Regeln sowie Vorschriften der Arbeitssicherheit und dem Gesundheitsschutz.

Steckbrief
Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre, kann bei guten Leistungen verkürzt werden.
Branchen:
 
bei kommunalen Versorgungsbetrieben, bei Wasserwerken, Wasseraufbereitungsunternehmen, Pumpstationen

Frau Lara Blankenberg
Kommunkation
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0202 2455272
blankenberg@energieagentur.nrw
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