Windenergie

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Nordrhein-Westfalen hat mit 11,3 Prozent des bundesweiten Zubaus wieder das Spitzenniveau des bisherigen Ausbaurekords der ersten Ausbauwelle aus 2002 (435 MW) erreicht.
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NRW bei Beschäftigung Windenergie auf Platz zwei im Bundesländervergleich

Das EEG 2017 enthält wichtige Änderungen.
Foto: Pixelio / Erich Westendarp

Das EEG 2017 – Was ändert sich?

http://www.energieagentur.nrw/windenergie/branchenfuehrer
/windenergie/nrw_zulieferland_nr.1_fuer_die_internationale_windenergie
/windenergie/windindustrie_ist_bundesweit_ein_starker_beschaeftigungsfaktor
http://www.energiedialog.nrw.de/eeg-2017-die-wichtigsten-aenderungen/#more-5479

Windenergie

Überblick

Seit 2010 steigt der Zubau kontinuierlich und erreichte 2016 erneut das Spitzenniveau des bisherigen Ausbaurekords der ersten Ausbauwelle aus dem Jahre 2002. Für Nordrhein-Westfalen war 2016 ein Rekordjahr: Mit 12,2 Prozent verzeichnet NRW erneut eine deutliche Steigerung beim Zubau der installierten Leistung. Im Vergleich der Bundesländer belegt NRW 2016 hinter Niedersachsen und Schleswig-Holstein den dritten Platz beim Windenergiezubau: 2016 wurden insgesamt 211 neue Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 564 MW in Betrieb genommen. Ende 2016 drehten sich in Nordrhein-Westfalen 3.345 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 4.604 MW.

Windenergie in NRW
Installierte Gesamtleistung in NRW 4.604 MW
Anlagenanzahl in NRW 3.345
neu installierte Leistung in NRW in 2016 564 MW
neue Windenergieanlagen in NRW 2016 211
NRW-Anteil des deutschlandweiten Brutto-Zubaus 12,2 Prozent
Windenergiezubau NRW im Bundesvergleich Platz 3
Beschäftigte in der Windbranche NRW ~ 18.500
Netzwerk Windenergie NRW > 1.800 Mitglieder

Um im Jahr 2020 auf den von der Landesregierung angestrebten Anteil an Windenergie-Strom von 15 Prozent zu kommen, muss ihr derzeitiger Anteil vervierfacht werden bzw. die Nettostromproduktion aus Windenergie auf 20,7 TWh pro Jahr steigen. Dies soll durch zusätzliche Ausweisung von Flächen für den Bau von Windenergieanlagen sowie Repowering-Maßnahmen erreicht werden. Nach Angaben der „Potenzialstudie erneuerbare Energien NRW“ des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz wären potenziell sogar bis zu 71 TWh realisierbar.

Die nordrhein-westfälische Energie- und Klimapolitik: Klimaschutz „made in NRW“
Als deutsches Energie- und Industrieland Nummer 1 trägt Nordrhein-Westfalen eine besondere Verantwortung in Bezug auf die Erreichung der deutschen und europäischen Klimaschutzziele. Vorherrschende Energieträger sind neben den erneuerbaren Energien Braun- und Steinkohle. Der Ausstoß von Treibhausgasen ist entsprechend hoch: So gehen mehr als ein Drittel der in Deutschland ausgestoßenen klimaschädlichen Gase auf das Konto von Nordrhein-Westfalen. Ziel der Landesregierung ist es, Vorreiter in Sachen Klimaschutz zu werden. Das Klimaschutzgesetz Nordrhein-Westfalen sieht eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2025 um mindestens 25 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 vor. Die erneuerbaren Energien sind eine tragende Säule der Energiewende. Die Landesregierung will deshalb den Anteil einer naturverträglichen Windenergienutzung an der Stromerzeugung bis zum Jahre 2020 von derzeit gut vier Prozent auf mindestens 15 Prozent erhöhen. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, sind zahlreiche rechtliche und politische Maßnahmen, wie der Windenergie-Erlass, der Landesentwicklungsplan sowie die Leitfäden für die Windenergienutzung im Wald und zum Arten- und Habitatschutz, auf den Weg gebracht worden. Der Klimaschutzplan NRW als Roadmap für den Klimaschutz in Nordrhein-Westfalen hält zahlreiche Maßnahmen im Bereich Klimaschutz bereit. Hier geht es zu den einzelnen Maßnahmen.

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Installierte Leistung (in MW) und Anzahl der Anlagen im Jahr 2015 differenziert nach Bundesländern.
Quelle: Agora
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Installierte Leistung (in MW) und Anzahl der Anlagen im Jahr 2015 differenziert nach Bundesländern.
Quelle: Agora
Windpotenziale in NRW

Viele Schutzgebiete und eine hohe Siedlungsdichte prägen die Fläche von Nordrhein-Westfalen. Trotz dieser Ausgangsparameter verfügt NRW über beachtliche Ausbaupotenziale zur Windenergienutzung. In der oben genannten Studie werden – vor allem in den waldreichen Mittelgebirgsregionen – Flächen identifiziert, die in Zukunft verstärkt genutzt werden sollen, um die Ausbauziele der Landesregierung zu erreichen. Auch die in NRW vorherrschenden, günstigen Windverhältnisse bieten ideale Voraussetzungen für die Windenergienutzung: 95 Prozent der Flächen in Nordrhein-Westfalen weisen in 135 Metern Höhe über Grund mittlere Windgeschwindigkeiten von über sechs bis sieben Metern pro Sekunde auf, Standorte in der Eifel und dem südlichen Weserbergland erreichen sogar mittlere Geschwindigkeiten von mehr als sieben Metern pro Sekunde. Hier geht es zu der Potenzialstudie.

  Beschäftigung durch Investitionen (einschl. Export) Beschäftigung durch Wartung & Betrieb Beschäftigung durch Brenn- / Kraftstoff-Bereitstellung Beschäftigung gesamt 2014 Beschäftigung gesamt 2013
Wind onshore 109.700 20.800   130.500 119.000
Wind offshore 15.400 3.300   18.700 18.800
Photovoltaik 27.200 11.100   38.300 56.000
Solarthermie 9.000 1.300   10.300 11.400
Solarthermische Kraftwerke 700     700 1.100
Wasserkraft 7.000 4.800   11.800 13.100
Tiefengeothermie 800 300   1.100 1.500
oberflächennahe Geothermie 13.400 2.700   16.100 15.800
Biogas 15.700 11.7001 20.9001 48.300 49.200
Biomasse Kleinanlagen 9.100 4.000 12.300 25.400 28.600
Biomasse Heiz-/Kraftwerke 5.600 8.900 8.600 23.100 23.000
Biokraftstoffe     23.100 23.100 25.600
Summe 213.600 68.900 64.900 347.400 363.100
öffentlich geförderte
Forschung / Verwaltung
      8.000 8.300
Summe       355.400 371.400

1Der Betrieb der Anlagen zur stationären Nutzung flüssiger Biomasse sowie die Bereitsstellung des Brennstoffs werden dem Biogasbereich zugerechnet.
Auf Grund der Tatsache, dass diese Technologie bereits seit einigen Jahren keine Investitionen verzeichnet hat, eine Förderung nicht absehbar ist und die bestehenden Anlagen eine sehr geringe Rolle in der Energiebilanz spielen, wurde diese Vereinfachung eingeführt.
Quelle: Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie; Makroökonomische Wirkungen und Verteilungsfragen der Energiewende
(September 2015)

Beschäftigung Windenergie in Deutschland insgesamt (Onshore und Offshore) 2012-2015 nach Bundesländern

Beschäftigung Windenergie in Deutschland insgesamt (Onshore und Offshore) 2012-2015 nach Bundesländern
  2012 2013 2014 2015
Baden-Württemberg 8.140 9.210 9.520 9.490
Bayern 9.960 11.450 12.140 11.820
Berlin 1.980 2.360 2.490 2.330
Brandenburg 6.080 6.080 7.350 7.060
Bremen 4.890 5.110 4.840 4.220
Hamburg 4.860 6.300 7.110 6.770
Hessen 4.070 4.910 5.070 4.870
Mecklenburg-Vorpommern 6.140 7.290 7.670 7.520
Niedersachsen 28.290 31.470 34.370 32.300
Nordrhein-Westfalen 16.300 18.400 19.130 18.490
Rheinland-Pfalz 3.990 4.100 4.150 3.580
Saarland 830 1.050 1.130 1.160
Sachsen 5.040 5.660 6.000 5.710
Sachsen-Anhalt 10.990 12.450 13.440 13.120
Schleswig-Holstein 8.110 9.150 12.260 12.150
Thüringen 2.130 2.350 2.530 2.310
Deutschland 121.800 137.800 149.200 142.900

Quelle: GWS-Analyse: Beschäftigung in Deutschland durch Windenergie, März 2017

Dipl.-Ökologin, Dipl.-Ing. Claudia Bredemann
Leiterin Netzwerk Windenergie
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 86642291
Mobil: 0175 2224177
bredemann@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.