Kraft-Wärme-Kopplung » Netzwerk Kraftwerkstechnik NRW

Information

AG4 Kraft-Wärme-Kopplung

Federführer der AG4 "Kraft-Wärme-Kopplung" sind Dr. Rolf Albus (Gas- und Wärme-Institut Essen e.V.) und Udo Wichert (AGFW e.V.).

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbare Wärme für Heizzwecke oder Produktionsprozesse. Durch den gekoppelten Prozess können im Vergleich zu der bis heute üblichen getrennten Erzeugung von Elektrizität und Wärme um über 35 Prozent an Rohstoffen und Kohlendioxid (CO2)-Emissionen eingespart werden.

In Nordrhein Westfalen sollen die Anteile der Kraft-Wärme-Kopplung an der Stromerzeugung deutlich erhöht werden. Dazu sollen KWK-Technologien weiterentwickelt, Nah- und Fernwärme ausgebaut und Finanzierungs- bzw. Investitionsmodelle, wie zum Beispiel Contracting, ausgestaltet werden.

Denn KWK ist besonders effizient, weil sie die Ressourcen zur gleichzeitigen Produktion von Wärme und Strom nutzt. Das spart Energie und kann erheblich zum Klimaschutz beitragen. Bei der KWK kann der Brennstoffnutzungsgrad 80 bis 90 Prozent erreichen. Bei herkömmlichen Techniken zur Stromerzeugung liegt der Wert unter 60 Prozent, das heißt, dass mehr als 40 Prozent der eingesetzten Primärenergie ungenutzt bleiben.

Einsatzmöglichkeiten für KWK bieten sich im dezentralen Sektor durch den Einsatz von Mikro-, Mini und BHKW-Anlagen und im zentralen Bereich durch die Wärmeauskopplung in Kraftwerksanlagen, wobei die Wärme über Nah- und Fernwärmeleitungen zum Verbraucher (Privatkunde oder Industrieunternehmen) transportiert wird.

Das Netzwerk Kraftwerkstechnik (NW KWT) beschäftigt sich mit der zentralen KWK, mit dezentralen Erzeugungstechnologien sowie mit Themen rund um die Nah- und Fernwärme. Die thematischen Schwerpunkte des NW KWT liegen in systemischen Betrachtungen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Einsatzmöglichkeiten.

Das Netzwerk begleitete die Machbarkeitsstudie des Landes zum Ausbau und Verdichtung der Fernwärme im Ruhrgebiet sowie den Wettbewerb Modellkommune. Die KWK-Potenzialstudie NRW, die im Juni 2011 vorgestellt wurde, hat das NRW mit einem Redaktionsteam unterstützt.

Die Aktivitäten der AG4 sind eng mit der Kampagne KWK.NRW verbunden, die das Netzwerk im Auftrag der Landesregierung durchführt.

Aktuelles

3. KWK.NRW-Forum am 29.9.2017

Das jährliche KWK-Branchentreffen in NRW beschäftigt sich mit aktuellen Entwicklungen, Projekten und Innovationen rund um die KWK und Fernwärme.

KWK.NRW - Strom trifft Wärme

Mit der Kampagne "KWK.NRW - Strom trifft Wärme" unterstützt die EnergieAgentur.NRW die Ausbauziele des Landes NRW. Gemeinsam mit allen relevanten Gruppen aus Wirtschaft, Forschung, Gesellschaft und Verwaltung in NRW bündelt die Kampagne vielfältige Aktionen und Maßnahmen, die die Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologien, ihren Nutzen und ihre Einsatzgebiete bekannter machen soll.

Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr ist fertiggestellt und veröffentlicht

Die vom NRW-Klimaschutzministerium in Auftrag gegebene Studie "Entwicklungen von Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050" zeigt, dass das Ruhrgebiet das Potential für den größten Fernwärmeverbund in Europa aufweist.

KWK-Potenzialstudie Nordrhein-Westfalen

Die vom Land Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebene Studie zur Potenzialerhebung von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Nordrhein-Westfalen ist fertiggestellt und wird am 20. Juli 2011 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Margit Thomeczek
Leiterin Netzwerk KWK/Nah- und Fernwärme, Leiterin Netzwerk Kraftwerkstechnik, Leiterin Kampagne KWK.NRW, Energieinfrastruktur und Systemtransformation
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0209 1672810
thomeczek@energieagentur.nrw

Dr. Dirk Bergmann
Kompetenzzentrum Systemtransformation und Energieinfrastruktur
Netzwerk Kraftwerkstechnik

EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0209 1672818
bergmann@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.