Kraft-Wärme-Kopplung » Netzwerk Kraftwerkstechnik NRW

Information

AG4 Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel unmittelbar in elektrischen Strom umgewandelt wird, und nutzbare Wärme für Heizzwecke oder Produktionsprozesse. Durch den gekoppelten Prozess können im Vergleich zu der bis heute üblichen getrennten Erzeugung von Elektrizität und Wärme um über 35 Prozent an Rohstoffen und Kohlendioxid (CO2)-Emissionen eingespart werden. Weitere Informationen finden Sie unter:

In Nordrhein Westfalen soll bis 2020 nach dem Willen der Landesregierung 25 Prozent des Stroms in KWK-Anlagen erzeugt werden. Somit möchte das Land die KWK-Anteile an der Stromerzeugung bis 2020 verdoppeln. Dazu sollen KWK-Technologien weiterentwickelt, Nah- und Fernwärme ausgebaut und Finanzierungs- bzw. Investitionsmodelle, wie zum Beispiel Contracting, ausgestaltet werden. Neben der Förderung durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz bzw. das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein Ausbau der Landesförderung geplant.

KWK ist besonders effizient, weil sie die Ressourcen zur gleichzeitigen Produktion von Wärme und Strom nutzt. Das spart Energie und kann erheblich zum Klimaschutz beitragen. Bei der KWK kann der Brennstoffnutzungsgrad 80 bis 90 Prozent erreichen. Bei herkömmlichen Techniken zur Stromerzeugung liegt der Wert unter 60 Prozent, das heißt, dass mehr als 40 Prozent der eingesetzten Primärenergie ungenutzt bleiben.

Einsatzmöglichkeiten für KWK bieten sich im dezentralen Sektor durch den Einsatz von Mikro-, Mini und BHKW-Anlagen und im zentralen Bereich durch die Wärmeauskopplung in Kraftwerksanlagen, wobei die Wärme über Nah- und Fernwärmeleitungen zum Verbraucher (Privatkunde oder Industrieunternehmen) transportiert wird.

Das Netzwerk Kraftwerkstechnik (NW KWT) beschäftigt sich vornehmlich mit der zentralen KWK, aber auch mit dezentralen Erzeugungstechnologien. Die thematischen Schwerpunkte des NW KWT liegen im Systemvergleich, bei Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und Einsatzmöglichkeiten.

Das Netzwerk begleitet das Machbarkeitsstudie des Landes zum Ausbau und Verdichtung der Fernwärme im Ruhrgebiet sowie den Wettbewerb Modellkommune. Die KWK-Potenzialstudie NRW, die im Juni 2011 vorgestellt wurde, hat das NRW mit einem Redaktionsteam unterstützt.

Aktuelles

KWK.NRW - Strom trifft Wärme

Mit der Kampagne "KWK.NRW - Strom trifft Wärme" unterstützt die EnergieAgentur.NRW die Ausbauziele des Landes NRW. Gemeinsam mit allen relevanten Gruppen aus Wirtschaft, Forschung, Gesellschaft und Verwaltung in NRW bündelt die Kampagne vielfältige Aktionen und Maßnahmen, die die Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologien, ihren Nutzen und ihre Einsatzgebiete bekannter machen soll.
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Machbarkeitsstudie zum Ausbau der Fernwärmeschiene Rhein-Ruhr ist fertiggestellt und veröffentlicht

Die vom NRW-Klimaschutzministerium in Auftrag gegebene Studie "Entwicklungen von Fernwärmeperspektiven im Ruhrgebiet bis 2050" zeigt, dass dasRuhrgebiet das Potential für den größten Fernwärmeverbund in Europa aufweist.
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NRW/EU.KWK-Investitionszuschuss für Anlagen bis einschl. 50 kWel

Die Landesregierung hat eine Richtlinie zur Förderung von hocheffizienten, dezentralen KWK-Anlagen bis einschlließlich 50 kWel erlassen. Neben Neuanlagen werden auch nachgerüstete Anlagen, Wärmeübergabestationen, Sorptionskälteanlagen u.a. mit einem gestallelten Zuschuss je nach Leistung gefördert. Die Förderung richtet sich vorwiegend an kleine und mittelständische Unternehmen in NRW. Die Anträge auf Förderung werden von der Bezirksregierung Arnsberg bearbeitet.
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NRW/EU.Investitionskredit für Anlagen größer 50 kWel

Die NRW.BANK vergibt aus dem neuen Programm NRW/EU.KWK-Investitionskredit zinsverbilligte Förderdarlehen in NRW. Antragsberehtigt sind alle Unternehmen, die KWK-Anlagen mit einer Leistung von mehr als 50 kWel umrüsten bzw. neue Anlagen bauen wollen und die zu fördernde KWK-Anlage selbst betreiben. Bei Neuanlagen kann sowohl die Investition in einzelne Anlagen als auch der Zusammenschluss mehrerer Anlagen gefördert werden. Mitfinanziert werden u.a. Wärmespeicher, Regelungsvorrichtungen, Hausanschlüsse, Übergabestationen sowie Installationsaufwände. Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank.
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 "KWK-Modellkommune 2012-2017"

Am 10.10.2012 hat das Land NRW den Wettbewerb "KWK-Modellkommune 2012-2017" gestartet. Die Landesregierung will mit dem Aufruf zur "KWK-Modellkommune 2012 bis 2017" Kommunen beim Auf- und Ausbau ihrer KWK-Anteile an der Stromerzeugung unterstützen. Diese Unterstützung soll über die Bereitstellung von zusätzlichen Fördermitteln in einer Gesamthöhe von 25 Millionen Euro erfolgen. Gefördert werden sollen dabei insbesondere Projekte, die Modellcharakter besitzen und damit – im Sinne einer Blaupause – auf andere Kommunen übertragbar sind. Teilnahmeberechtigt sind alle Kommunen in Nordrhein-Westfalen. Remmel: „Vor allem in Großstädten ist Fernwärme eine sehr gute Option. In kleineren Kommunen bietet sich dagegen der Einsatz von KWK-Einzelanlagen an, zum Beispiel in Landwirtschafts- oder in Gartenbaubetrieben, die neben ihren Ställen oder Gewächshäusern zusätzlich noch den Nachbarn mit Wärme versorgen können."
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Praxisforum KWK in der Hausenergieversorgung

Das Gas- und Wärme-Institut lädt am 30. und 31. August zum KWK-Praxisforum nach Essen ein. Die Veranstaltung liefert einen praxisnahen Überblick über alle Schnittstellenthemen im Bereich KWK. Dabei werden auch rechtliche Rahmenbedingungen, Praxisbeispiele und die Einbettung des Themas KWK in einem energiewirtschaftlichen Gesamtzusammenhang betrachtet.

progres.nrw wird fortgesetzt - Förderung von KWK-Anlagen möglich

Das Förderprogramm progres.nrw des Landes Nordrhein-Westfalen wurde im Jahr 2012 grundlegend überarbeitet und um neue Fördergegenstände ergänzt. Mit dem Programm soll die Markteinführung der vielfältigen Techniken zur Nutzung unerschöpflicher Energiequellen und für die rationelle Energieverwendung beschleunigt werden. Zum Beispiel werden unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse für KWK-Anlagen vergeben.
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16. Sitzung der AG 3 mit Schwerpunktthema "Kraft-Wärme-Kopplung"

Zur Erreichung der Klimaziele kommt der Kraft-Wärme-Kopplung große Bedeutung zu. In Nordrhein-Westfalen wird diese sogar als eine der Schlüsseltechnologien der Energiewende betrachtet. In diesem Zusammenhang war die Kraft-Wärme-Kopplung das Schwerpunktthema auf der 16. Sitzung der AG 3: "Zukünftige Versorgungskonzepte". Die Sitzung fandt am 04. Juli 2012 im Wissenschaftspark Gelsenkirchen statt.

Förderrichtlinien für Mini-KWK-Anlagen

Das Bundesumweltministerium hat die neuen Richtlinien für die Förderung von Mini-KWK-Anlagen bis 20 kW veröffentlicht. Das Förderprogramm wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) administriert. Ab 1. April 2012 können dort Anträge eingereicht werden.

KWK-Potenzialstudie Nordrhein-Westfalen

Die vom Land Nordrhein-Westfalen in Auftrag gegebene Studie zur Potenzialerhebung von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Nordrhein-Westfalen ist fertiggestellt und wird am 20. Juli 2011 einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.


 

Margit Thomeczek
Leiterin Netzwerk KWK/Nah- und Fernwärme, Leiterin Netzwerk Kraftwerkstechnik, Leiterin Kampagne KWK.NRW, Energieinfrastruktur und Systemtransformation
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0209 1672810
thomeczek@energieagentur.nrw

Dr. Dirk Bergmann
Kompetenzzentrum Systemtransformation und Energieinfrastruktur
Netzwerk Kraftwerkstechnik

EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0209 1672818
bergmann@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.