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Erneuerbare Energien Gesetz (EEG)

Solarzellen

Das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) schafft eine gesetzliche Grundlage für die Vergütung von Strom, der aus Wasserkraft, Deponie-, Klär oder Grubengas, Biomasse, Geothermie, Windkraft oder solarer Strahlungsenergie erzeugt wird. Zudem werden die öffentlichen Netzbetreiber dazu verpflichtet, diesen Strom vorrangig abzunehmen.

Nach Vorläufern aus den Jahren 2000, 2004, 2009 und 2012 gilt seit dem 1. August 2014 das aktuelle EEG 2014. Mit diesem Gesetz wurde das Prinzip der Direktvermarktung des erzeugten Stroms inkl. der Zahlung einer Marktprämie für viele Anlagen der erneuerbaren Energien verpflichtend eingeführt.

Darüber hinaus wurde im EEG 2014 erstmalig die Festlegung der finanziellen Förderung von Strom aus erneuerbaren Energien mithilfe einer Ausschreibung verankert. Dies gilt zunächst nur für Photovoltaik-Freiflächenanlagen und findet seit 2015 Anwendung. Ab 2017 wird das Ausschreibungsverfahren zudem auf die Windenergie an Land und die Bioenergie ausgeweitet.

Eine Zusammenfassung der Änderungen die zum 1.1.2017 in Kraft treten werden bietet der Fachartikel der EnergieAgentur.NRW mit dem Titel „EEG 2017: Die wichtigsten Änderungen“

Weitere Informationen zum aktuell gültigen EEG 2014:

Ältere Fassungen wie das EEG 2012 oder 2009 finden sich bei der Clearingstelle EEG.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz - KWKG

KWK-Anlage

Am 01.01.2016 ist das neue KWK-Gesetz (KWKG) in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz wird KWK-Strom, der in das Netz der allgemeinen Versorgung eingespeist wird, auch weiterhin über gesetzlich festgelegte Zuschläge gefördert. Weitere Informationen zum KWK-Gesetz sowie Zulassung von Anlagen erhalten Sie auch auf den Internetseiten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA).

Energiesteuern

Bestandteile des Strompreises (2014)

Bild: Bestandteile des
Strompreises (2014)
Detailansicht

Ein immer größer werdender Bestandteil des Strompreises wird von den Umlagen und Steuern bestimmt. Der Strompreis für jede bezogene kWh setzt sich aus dem Arbeitspreis, der Stromsteuer, der EEG- und KWK-Umlage, dem Netznutzungsentgelt der Konzessionsabgabe und der Umlage nach § 19 Abs. 2 StromNEV zusammen. Seit 2014 sind weitere Umlagen, die Haftungsbegrenzung der Netzanbindung von Offshore-Windanlagen und die Haftungsbegrenzung für abschaltbare Lasten hinzugekommen.Unternehmen mit besonders hohen Stromverbräuchen können Ermäßigungen bzw. Befreiungen von diesen Belastungen beantragen. Zudem haben Betreiber von EEG- und KWKG-Anlagen die Möglichkeit den erzeugten Strom in direkter Nähe zur Erzeugung zu nutzen oder zu vermarkten und dadurch von Stromsteuern und / oder Netznutzungsentgelten befreit zu werden.

Die Auswirkung der verschieden Gesetze auf die Preisspielräume bei der Energieerzeugung und –vermarktung stellt das Online-Tool “Stromvermarktung.Navi” übersichtlich dar. Neben der Berechnung der einzelnen Preisbestandteile stellt das Tool zudem Hinweise zu den energiewirtschaftlichen Pflichten, die sich für Stromvermarkter ergeben können, zur Verfügung.

Zum Stromvermarktung.Navi

Lisa Conrads
Beratung Geschäfts-, Finanzierungs- und Vermarktungsmodelle
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 86642278
conrads@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.