Energieeffizienz » Branchen.Kompass Krankenhaus

Bis zum 31.08.2016. läuft die Anmeldefrist für den EN.Kompass Krankenhaus 2016/2017.

Information

Gefahrgüter im Krankenhaus

In jedem Krankenhaus werden an vielen Stellen Gefahrgüter transportiert, angenommen oder versandt.

Laut Gefahrgutbeförderungsgesetz sind „Gefährliche Güter“ Stoffe und Gegenstände, von denen auf Grund ihrer Natur, ihrer Eigenschaften oder ihres Zustandes im Zusammenhang mit der Beförderung Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere für die Allgemeinheit, für wichtige Gemeingüter, für Leben und Gesundheit von Menschen sowie für Tiere und Sachen ausgehen können.

Beispielsweise sind zu nennen: Medizinische Gase, Druckgasverpackungen, Alkohole und andere Produkte aus dem Apothekenbereich, Zytostatika-Abfälle, diagnostische Proben, Desinfektions- und Reinigungsmittel.

In den Krankenhäusern ist der Transport, die Annahme und der Versand von Gefahrgütern so zu organisieren, dass keine Umweltgefährdungen auftreten.

Viele Krankenhäuser sind wegen der geringen Mengen von zu transportierenden Gefahrgütern von der Bestellung eines Gefahrgutbeauftragten befreit. Das heißt aber nicht, dass das Gefahrgutrecht nicht beachtet werden müsste. Die mit dem Versand und der Annahme von Gefahrgütern beauftragten Personen müssen alle für diese Aufgaben zu beachtenden Regeln des Gefahrgutrechts kennen und einhalten. Verstöße gegen die Beförderungs- und Verpackungsvorschriften des Gefahrgutrechts sind mit empfindlichen Ordnungswidrigkeitsbußgeldern belegt.

Alle Produkte und Güter, die vom Krankenhaus versandt werden, müssen daraufhin geprüft werden, ob es sich dabei um Gefahrgüter handelt. Die Gefahrgüter sind richtig zu klassifizieren, zu verpacken und mit den vorgeschriebenen Gefahrenzeichen zu versehen.

Das Gefahrgutrecht wird regelmäßig alle zwei Jahre überarbeitet und geändert. Daher müssen die beauftragten Personen regelmäßig prüfen, ob es für das eigene Krankenhaus relevante Änderungen im Gefahrgutrecht gibt.

Jedes Krankenhaus sollte mit einem Gefahrgutbeauftragten zusammenarbeiten, der die Einrichtung über relevante Neuerungen ständig informiert, durch Begehungen die Umsetzung der relevanten rechtlichen Vorgaben überprüft und die beauftragten Personen fortbildet.

Informationsquellen und Literatur:

  • ADR = Übereinkommen über die intern. Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße
  • GGVSEB = Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschifffahrt
  • GGBefG = Gefahrgutbeförderungsgesetz
  • RSEB = Durchführungsrichtlinien-Gefahrgut - Richtlinien zur Durchführung der GGVSEB
  • GGAV = Verordnung über Ausnahmen von den Vorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter
  • GbV = Gefahrgutbeauftragtenverordnung

Bilder: Martin Nöthe, uberti Managementberatung und Zertifizierung, Herne

Herr Gerald Orlik
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