Brennstoffzelle & Wasserstoff » Brennstoffzelle & Wasserstoff

Foto: Gräbener Maschinentechnik

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Überblick

Wasserstoff ist ein hervorragender Energieträger, denn er ermöglicht es, Strom über den Weg der Elektrolyse in großen Mengen chemisch zu speichern. Das ist für die Energiewende und den erforderlichen Einsatz von Erneuerbaren Energien von zentraler Bedeutung, denn der Wasserstoff kann mithilfe von Brennstoffzellen wieder rückverstromt werden. Auf diesem Wege ließe sich der aus fluktuierenden, erneuerbaren Energien wie Windkraft und Sonnenenergie über den Bedarf erzeugte Strom saisonal speichern, was maßgeblich zur Netzstabilität beiträgt.

Ein besonderer Vorteil der Brennstoffzelle ist, dass sie hocheffizient arbeitet und dabei keine klimaschädlichen Abgase entstehen. Es fällt lediglich Wasser als Abfallprodukt an. Wird der eingesetzte Wasserstoff auf Basis regenerativer Energien gewonnen, so kann die Brennstoffzelle zu den erneuerbaren Energien gezählt werden. Die aufeinander abgestimmte Nutzung von Wasserstoff und Brennstoffzellen bildet daher eine Zukunftstechnologie und einen bedeutenden Baustein der Energiewende.

Brennstoffzellen lassen sich vielfältig  z.B. für KWK-Anlagen, netzferne Stromversorgungen und besonders als Fahrzeugantrieb einsetzen. Gemeinsam mit batteriebetriebenen Fahrzeugen bestehen mit der Entwicklung und dem Einsatz von brennstoffzellenbetriebenen Elektrofahrzeugen wichtige Lösungswege für eine effiziente, treibhausgasarme Mobilität.

In Nordrhein-Westfalen ist eine sehr günstige Ausgangssituation für die Technologie gegeben. Das Bundesland verfügt über eine europaweit einmalige Dichte an kommerziellen Wasserstoff-Erzeugungsanlagen und einen mengenmäßig signifikanten Anfall von Wasserstoff als Nebenprodukt der chemischen Industrie. Mit der vorhandenen Wasserstoff-Pipeline bilden sie wichtige Infrastrukturelemente, die als Basis für den Aufbau von Tankstellennetzen für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dienen.

Für die Initiierung von Brennstoffzellen- und Wasserstoffprojekten in Nordrhein-Westfalen wurden vom Bundesland und von der Europäischen Union bisher 120 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, bei 200 Millionen Euro Gesamtinvestitionen. Das Leitvorhaben „NRW Hydrogen HyWay“ wird voraussichtlich ab 2016 erneut Mittel bereitstellen. Zusätzlich wurden weitere Projekte in NRW mit Bundesmitteln über das Nationale Innovationsprogramm (NIP) und die Förderinitiative Energiespeicher sowie über das europäische Programm FCH JU im Rahmen von Horizon 2020 begleitet. Zielsetzung ist, die spezifischen Kosten zu senken, eine entsprechende Wasserstoffinfrastruktur aufzubauen und somit den Markteintritt der Technologie zu beschleunigen.

Dr. Thomas Kattenstein
Leiter Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff, Energieinfrastruktur und Systemtransformation
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 8664215
kattenstein@energieagentur.nrw

Stefan Garche
Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 8664223
garche@energieagentur.nrw

Dr. Frank Koch
Netzwerk Brennstoffzelle und Wasserstoff
EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 8664216
koch@energieagentur.nrw

Dr.-Ing. Michael Weber
Kompetenzzentrum Systemtransformation und Energieinfrastruktur
Netzwerk Brennstoffzelle Wasserstoff

EnergieAgentur.NRW
Telefon: 0211 86642245
weber@energieagentur.nrw

Sie erreichen die EnergieAgentur.NRW außerdem werktags von 8 bis 18 Uhr über die Hotline unter 0211 - 8371930.

Beratung für Unternehmen vermittelt unser Klimaprofit Center NRW unter der Nummer 0211 - 8371914.